Fr. 27.11.
17:00
Kino
Arsenal
zu dem KalenderZu Gast: Sophie Kotanyi, Chantal Laventure
Die drei Filmemacherinnen dieses Programms kamen Anfang der 70er Jahre auf sehr unterschiedlichen Lebenswegen nach Deutschland und studierten einige Jahre später gemeinsam an der DFFB. Ihre Abschlussfilme gehören zu den zahlreichen Schätzen des DFFB-Archivs, die bislang weitgehend unbeachtet geblieben sind. Die Bilder in TRANSIT (Irén Biró, BRD 1985) entstehen aus der radikalen Subjektive eines auf einem Krankenhausbett fixierten Körpers. Das Kameraauge tastet das reduzierte Blickfeld ab, findet das Fenster und durch dieses einen Weg in die Erinnerung an frühere Menschen und andere Orte. Ausgangspunkt von Irén Birós Abschlussfilm war ein Fahrradunfall, der ihr bleibende Verletzungen verursachte und sie zwang, die gerade entdeckte Berufung als Kamerafrau zu arbeiten, aufzugeben. Sophie Kotanyi porträtiert in SCHWARZ-WEISS MALEREI (BRD 1984) eine Kapverdianerin, die einen Deutschen geheiratet hat und mit ihm in West-Berlin lebt. Teresas Alltag ist ein Aushandeln der Vor- und Nachteile ihres neuen Lebens im materiellen Wohlstand und mit der Sorge, fortan weder hier noch dort willkommen zu sein. Chantal Laventure drehte ihren Abschlussfilm FUGE STACCATO (BRD 1984) in der Zeit der kurzen Tage und der langen Schatten um den Jahreswechsel 1983/84. Sie zeigt ein West-Berlin, das man so noch nie gesehen hat, jede Einstellung ein gelebter Moment von großer fotografischer Schönheit. Kuratiert von Karina Griffith und Tobias Hering.
Filme:
Transit Irén Biró BRD 1985 16 mm dt. OF 20 Min.
Schwarz-Weiß Malerei Sophie Kotanyi Kamera: Irén Biró
BRD 1984 16 mm dt. und port. OmfU 38 Min.
Fuge Staccato Chantal Laventure Ton: Irén Biró BRD 1985 16 mm dt. OF 40 Min
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